Was macht den Glauben zukunftsfähig, Kardinal Schönborn?
Shownotes
Höhepunkt der ersten COMMUNIO-Akademie Ende Mai 2026 im Stift Kremsmünster war ein Podiumsgespräch mit COMMUNIO-Schriftleiter Jan-Heiner Tück und COMMUNIO-Herausgeber Kardinal Christoph Schönborn. Wir veröffentlichen das Gespräch, in dem es u.a. um das Zweite Vatikanische Konzil, Synodalität und den Konflikt mit der Piusbruderschaft ging, als Podcast.
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00:00:04: Kommunikazio Anregende Gespräche
00:00:08: aus Theologie,
00:00:10: Kultur und Gesellschaft.
00:00:13: Der Podcast der katholischen
00:00:15: Zeitschrift Kommunio Die erste Kommuniorakademie im Stiftkrems Münster vom neunzwanzigsten bis einunddreißigsten Mai, twenty-sixen zwanzig stand unter dem Motto «Der offene Himmel – die transformative Kraft des Heiligen».
00:00:35: Die Akademie hatte das Ziel, den lebendigen Austausch zwischen Herausgeberschaften und Redaktion der Kommunie auf der einen Seite und der Leserschaft auf der anderen Seite zu fördern.
00:00:47: In Vorträgen Gesprächen und Workshops verbanden sich theologische Reflexion, geistliche Praxis- und kulturelle Erfahrungen.
00:00:57: Den Auftakt, der gerade auch von jüngerem Teilnehmern gut besuchten Veranstaltungen bildete ein Podiumsgespräch dass ich mit Christoph Kardinal Schönborn über die Geschichte der internationalen katholischen Zeitschrift Communio führen konnte.
00:01:13: In dem Gespräch spielen die Reformen des zweiten vatikanischen Konzils das Verhältnis der beiden Zeitsschriften Concilium und Communio, aber auch Schönborns Begegnungen mit den Gründungsherausgebern Hans-Urs von Balthasar.
00:01:32: Wir dokumentieren das Gespräch mit Kardinal Schönborn hier in unserem Podcast Kommunikazio.
00:01:39: Mein Name ist Jan Hanatück, ich bin Mit-Herausgeber und Schriftleiter der Zeitschrift Kommunio.
00:01:45: Ich beginne mit einer kurzen Anekdote die mit dem gerade schon genannten Hans-Ust von Walterser zu tun hat.
00:01:52: er hat nämlich jede Sitzung der Herausgeber mit einem Gebet begonnen um gleich klarzumachen Alle Gespräche über die Themen und die Auswahl der Autorinnen und Autoren machen nur Sinn, wenn die Kommunikation geöffnet ist auf den anderen hin.
00:02:15: Wir haben es vorhin schon durch Abernhardt, dem ich auch nochmal für die Gastfreundschaft danken möchte aber auch durch Bischofs Oster gehört wie wichtig das ist dass die kommunikation nicht auf der horizontalen Ebene verbleibt sondern sich ausrichtet und orientiert auf Gott, der eben nicht geschwiegen hat.
00:02:36: Der keine kommunikationslose Monade geblieben ist sondern sich uns mitgeteilt hat.
00:02:44: Und die Kommunio der Gläubigen ist eine Gemeinschaft Die auf diese Selbstmitteilung Gottes zu antworten versucht.
00:02:54: und damit schlage ich jetzt den Bogen zu dem Gespräch.
00:02:58: Wir haben ein paar Fragen
00:02:59: vorab
00:03:00: letzte Woche besprochen, ob wir die wirklich alle abarbeiten werden.
00:03:04: Wir sehen... Ich beginne mit dem Konzil!
00:03:07: Denn wenn man über Kommunio spricht... Das geht
00:03:10: mit dem Gebet?
00:03:11: Mit dem
00:03:11: Gebiet?!
00:03:12: Das wolltest du jetzt auch... Ja ich hatte gedacht das Gebiet haben wir vorhin schon in der Kirche mit der FESBA absolviert.
00:03:25: Es würde mich jetzt gewissermaßen überfordern dass von Balthasar geprägte Gebet auswendig zu rezipieren.
00:03:33: Obwohl es im Französischen die schöne Wendung gibt, abhorndere Parqueurs.
00:03:37: das ist Auswendiglernen.
00:03:39: also wir rufen hiermit den heiligen geist auch auf unsere Verständigung herab und dass eine inspirierte uns alle überraschende Kommunikation werden wird weil eben der Drittel unsichtbar aber doch wirksam so hoffen wir erbitten will mit dem Spiel sein möge.
00:03:59: Ist das jetzt ein Ersatz, der dich einigermaßen zufrieden stellt?
00:04:06: Das war jetzt ein Bericht über das Gebet.
00:04:11: Willst du ein richtiges hören?
00:04:12: Ja sicher!
00:04:17: Du bist immerhin der Chefredakteur
00:04:20: der Communion und obendrein
00:04:22: Vater von einer großen Familie.
00:04:25: Also, ich glaube du hast einen sehr direkten Traum zum herrlichen Geist.
00:04:32: Gut!
00:04:33: Wir können es auch gemeinsam machen.
00:04:40: Und dann werden wir gleich sehen wie wenig ich auswendig kann
00:04:45: aber probieren
00:04:48: wirst.
00:04:49: Ich glaube die haben beide schon gehörnlich betet.
00:05:48: Ja, wunderbar.
00:05:49: Ich sage Amen und Ja, also wie gerade schon gesagt man kann über die Gründung der Zeitschaft Kommunio nicht sprechen ohne zuvor zumindest kurz übers das zweite vatikanische Konzil zu sprechen.
00:06:05: Der betagte Johannes der
00:06:08: XXIII.,
00:06:08: hat der Kirche ein Agonamento eine Verhäutigung quasi anempfohlen.
00:06:14: und dass Konzil und die sechzehn Dokumente, die es verabschiedet aus den Ressourcen des Glaubens versucht, aber die erwartenden Früchte sind zunächst zumindest nicht so sichtbar eingetreten.
00:06:35: Deswegen meine erste Frage wie hast du als junger Theologe die Zeit unmittelbar nach dem Konzil
00:06:43: erlebt?
00:06:46: Das ist bis heute für mich ein Rätsel warum Das Konzil so unterschiedlich war gelungen.
00:07:00: Ich habe das oft mit unserem sehr lieben und geschätzten Beifisch auf Helmut Kretzl auch ganz offen angesprochen, ich habe ihm gesagt wenn nicht dich über das Konzil reden höre dann habe ich den ein oder die Zeit nach dem Konzil.
00:07:24: dann habe ich den Eindruck, wir reden von zwei verschiedenen Welten.
00:07:29: Du hast gesagt, du hast ein Buch geschrieben im Sprunggehänden und hast darin deinem Schmerzausdruck verliehen das Konzil wie ein grosser Sprung war.
00:07:48: aber dass nach dem Konzil dieser Sprung gehängt wurde bis nicht zu der Erneuerung gekommen du erwartet hast Ich habe Ihnen gesagt, natürlich du hast den Vorteil gehabt.
00:08:07: Du warst am ganzen Konzil dabei damals
00:08:11: noch nicht Bischof
00:08:12: sondern als Stylograph weil Bischot Kretzler
00:08:16: während des Konzils
00:08:17: und bei den Stylografen mitgearbeitet hat das ganze Konzil miterlebt und war sehr sehr geträgt davon.
00:08:25: ich war damals junger Dominikaner war auch sehr fasziniert von dem, was ich da tue.
00:08:34: Habe aber dann schon gegen Ende des Konzils gemerkt... Da ist eine Störung auch.
00:08:47: Später habe ich einen Vortrag von Gardinal Harziner, Professor Josef Harzinger gelesen, den er in der Erneutzehnundhundertsechzig also vor dem Ende des Conzins auf einem Katholikentag gehalten hat.
00:09:02: Und er hatte schon gewarnt davor, dass etwas wie ein barer Konzil sich entwickelt.
00:09:14: Dass nicht den Intentionen entsprochen hat.
00:09:19: und Ratzinger war nun einer der ganz präglenden jungen Diologen auf dem Konzil, ihm verdankt das Konzil selber sehr viel.
00:09:31: aber was dann passiert ist habe ich als junger Mensch, ein Theologisch Student nicht aus einem Aufbruch sondern aus einem Abbruch erlebt.
00:09:48: Beides ist zu plakativ denn es war nicht nur Abbruchs und es waren nicht nur Aufbruchs Es war eine Krise die viele Ursachen gehabt haben.
00:10:00: aber ganz einfach.
00:10:04: Ich habe damals schon in Frankreich Theologie weiter studiert, in Paris und habe festgestellt im Frankreich schließen alle Priestersebene praktisch innerhalb von kurzer Zeit waren eine Riesenkrise bei den priesterlichen Berufungen.
00:10:26: In Deutschland ist das auch gekommen nicht so schnell dann sehr schnell eine Polarisierung gebracht, die in zwei Extreme gegangen ist.
00:10:45: Die eine ist die Richtung, die bis heute existiert, die das Konzil als eine völlige Fehlentwicklung der Kirche betrachtet und es eigentlich in seinen Grundzügen ablehnt.
00:11:01: Das war dann die Monsignor Fäfer Herzbischöfe der Feder, der eine Bewegung gegründet hat.
00:11:10: Ein Seminar das weitgehendes Konzin ablehnt bis es dann so hart zum Bruch gekommen ist mit Rom weil er das Konzin nicht annehmen konnte.
00:11:24: und daraus ist eine Bewegungen schon wie bis heute ja existiert.
00:11:29: Das ist praktisch Skismal.
00:11:34: Und auf der anderen Seite eine Interpretation des Konzils, von der man sagen musste, wenn man die Texte anschaut.
00:11:43: Moment!
00:11:43: Das war nicht das Konzenium.
00:11:46: Das war eine Auflösung.
00:11:52: Eine Auflöse wesentlicher Elemente
00:11:54: des Graubens, des Kirchenverständnisses
00:11:59: und Das hat sich manifestiert dann auch in dem liturgischen Bereich, in der Theologie ganz stark.
00:12:15: Ich kann mich noch erinnern wie ich da loge in Deutschland spielen meiner Mutter erzählt habe was man uns dabei gebracht hat in der Christologie also diese Mythologie über den Sonn Gottes Und so Gott ist.
00:12:37: meine Mutter hat mich groß angeschaut
00:12:39: und gesagt,
00:12:40: Moment wenn Jesus nicht der Sohn Gottes ist dann ist doch unsere Glaube lehnt.
00:12:48: Ich habe im Nachhinein immer wieder gesagt das war vielleicht die wichtigste Geologie vor Lesung meines Lebens.
00:12:53: Das war die kürzeste.
00:12:56: Nämlich dass klare Bekenntnis... Jesus ist der Sohne Gottes!
00:13:06: Das führt uns natürlich zur Frage wie es denn weitergegangen,
00:13:12: gerade bei
00:13:13: den großen Theologen, wie Hanslös von Balthasar, Henri de Lypac, Josef Ratzinger.
00:13:19: Die vor dem Konzil als die sogenannten fortschrittlichen Theologengalpen, die zum Teil vom Raum sehr kritisiert worden sind und auch sanktioniert worden seien.
00:13:29: Und also deutlich gesagt der Moment, das ist
00:13:41: nicht das Konzil.
00:13:43: Bevor wir da Weiter fortfahren möchte ich noch mal kurz auf diese Schwellensituation zurückkommen.
00:13:51: Also das Konzil war
00:13:52: abgeschlossen,
00:13:54: es war zunächst eine euphorische Stimmung da.
00:13:57: jetzt wird die Erneuerung Fahrt aufnehmen.
00:14:00: Die Erneuierung ist nicht gekommen.
00:14:02: Wir haben eine Krisensituation der Kirche und haben wie wir gerade gehört haben zwei unterschiedliche Deutungen Kretzel,
00:14:09: Kümmens,
00:14:10: Rillebeaks und wie sie alle heißen im Sprung gehemmt.
00:14:13: Man muss eigentlich im Geist des Konzils über den Buchstaben der Texte doch manches mitschleppen was man nicht abwerfen konnte weitergehen.
00:14:24: Und diese Deutung ist dann in der Zeitschaft Concilium ab sixty-fünf verstetigt worden um es mal grob zu sagen.
00:14:33: Die andere Deutung ist die ja, die Krise hat vielfältige Ursachen.
00:14:37: Sie kommt aber
00:14:38: auch daher
00:14:39: dass die Konzilsdokumente nicht integral rezipiert wurden.
00:14:43: also die Christologie die du erwähnt hast wird ja in Luhm Gänzchen gleich einleitend ganz deutlich reingeschrieben das Licht der Völker ist nicht die Kirche sondern ist Jesus Christus an dem die Kirchemaß zu nehmen hat.
00:14:55: Aber solche Sachen wurden eben ja nicht ganz vergessen aber eher in der Rezeption an den Rand geschoben.
00:15:03: Und so gibt es eben Leute, die sagen ja, die unterschiedlichen Konzilsrezeptionen institutionalisieren sich letztlich in den beiden Zeitschriften.
00:15:12: Concilium.
00:15:13: Auf der einen Seite seit Fünfundsechzig und dann ab Zweihundsiebzig.
00:15:18: ich habe das erste Heftekommunium mal mitgebracht in einem schrillen Hellblau.
00:15:23: Ja, die erste Nummer in der Baltasadüli-Bag und Spelmann publiziert haben, wo eben versucht wird auch das Ressourcement, dass dem Agio Namento zugrunde legt aufzuweisen.
00:15:37: Würdest du dieser Deutung, Concilium hier, Communion dort zustimmen oder noch differenzierende Anotationen
00:15:46: anbringen wollen?
00:15:47: Ich glaube, ich glaube, dass karakterisiert sehr deutlich wie in der Kirche weitergegangen ist.
00:16:00: Von den Medien her gesehen war die, sagen wir mal, die progressive Linie der Interpretation des Konzils ganz stark unterstützt und getragen von dem Applaus der Medien.
00:16:19: Und die anderen Stimmen wurden dann sehr schnell etikettiert als Rückschritt, als Bremse als konservativ.
00:16:33: Ich kann mich gut erinnern, ansonsten vom Alterssah hatte man in der Zwischenfünfziger Büchlein geschrieben die Schleifung der Bastionen.
00:16:44: das war so eine Programmschrift Die Kirche ist missionarisch.
00:16:49: sie muss aus sich herausgehen Sie muss ihre Bastionen schleifen um sich für die Welt zu öffnen.
00:16:58: Und dieser Ansatz von Walters hat ja auch zum Teil hier sanktioniert worden ist, schreibt dann nach dem Konzil warmen Bestimmen das was da passiert.
00:17:18: Das Gegenteil von dem oder ist etwas ganz anderes als das was wir in den fünftiger Jahren in der theologischen Erneuerung die dann so ein Konzil geführt haben was da eigentlich das Anliegen war.
00:17:32: Und da kamen dann andere Elemente dazu, die auseinandersetzen mit dem Marxismus sehr stark in der seitenschüchstudenten-Revolution, in Paris.
00:17:52: Die Studentenrevolte starke Orientierung am Marxismus dann das Thema Befreiungstheologie in Lateinamerika.
00:18:03: Das alles war ein sehr aufgeheiztes und schwieriges Klima, und Walter Saar-Rabzinger waren schon sehr marginalisiert in dieser Situation.
00:18:18: Im Galten ab jetzt ist er ganz konservativ und rückschrittlich.
00:18:30: ein Jahr, da ich Professor Ratzinger studieren dürfen.
00:18:33: Da habe ich meine Doktorarbeit gearbeitet und dort erlebt das Vazimilenden-Professor.
00:18:41: Aber es war sehr deutlich auch in der deutschen Theologiszene war er ziemlich marginalisiert etikettiert.
00:18:54: Später hat man das Erlebter Banzerkardinal oder der Rott, weil er Gott ist und so weiter wie man ihn entgekretiert hat.
00:19:08: Und ich habe gemerkt, das ist ja wunderbar!
00:19:12: Das ist so aus der Tiefe des Glaubens heraus und auch gleichzeitig eine so tiefe Durchdringung der Fragen der Zeit.
00:19:25: Ratzinger hat sich ja intensiv den Fragen der Zeit gestellt, aber er hat es nicht als Ausverkauf an die Zeit, an dem Zeitgeist verstanden.
00:19:37: Sondern als Geistige durch Trimmung und das Angebot des christlichen Glaubens in der heutigen Zeit.
00:19:46: Da war dann der große Erfolg von seinen Buchen, also den Hundert achtundsechzig Einführungen des Christentums.
00:19:54: Das war ein unglaublicher Bestseller in Deutschland und dann in der ganzen Welt, in der einfach das Credo erklärt hat.
00:20:04: Was glauben Christen?
00:20:06: Und das hat er geschrieben, gehalten als Vorlesungen in Dübinen vor einem großen Publikum für alle, offen für alle Studenten.
00:20:18: Da hat man gemerkt, Moment, da spricht eine Stimme behutsam, sehr ansprechen von etwas was Dote verloren zu gehen.
00:20:35: Die Freude und die Schönheit des Glaubens, der Zusammenhänge des Glaubens.
00:20:47: Ja aus dieser Situation heraus entstand die Frage einer neuen Zeitschrift die sich durchaus als Alternative zur Zeitschriftkonsidium verstanden hat.
00:21:05: Und diese Alternative geht es jetzt, ist immerhin jetzt ... ... vierundzwanzig Jahre alt.
00:21:15: also sie schon ziemlich erwachsen.
00:21:17: Sie sind schon über fünfzig Jahre
00:21:19: alt.
00:21:20: Ich mach nichts.
00:21:21: Die
00:21:24: Mathematik war immer ein schlechtester Punkt, natürlich.
00:21:28: Über fünfzig Jahre, vierundfünfzig Jahre wollte ich sagen.
00:21:32: In der Sehnsiebziger
00:21:37: Stimme?
00:21:37: Du bist jetzt schon auf die beiden Gründe Balthasar und Ratzinger eingegangen.
00:21:44: Ich möchte da nochmal ansetzen und einen Stichwort einbringen was auch im Hintergrund der Gründung der Kommunio steht.
00:21:52: Ein steiles Stichwirt Sendo.
00:21:55: Der Kardinal hat
00:21:56: gerade schon
00:21:57: angesprochen, dass Balthasar zunächst zu ein Fünfzig diese Streitschrift Schleifung der Bastionen publiziert hat wo er für eine Öffnung und universelle Weitung des Kirchenbegriffs rotiert hat.
00:22:09: Er hat dann sechsensechzig auch gegen Rana, Cordula oder der Ernstfall geschrieben Eine Schrift die die These vom anonymen Christen kritisiert hat.
00:22:19: Warum?
00:22:20: weil er hier die missionarische
00:22:22: Dynamik
00:22:23: der Kirche, die Sendung der Kirchen gewissermaßen abgeflacht sah.
00:22:29: Und Ratzinger hat sich mit dem Aktion außerhalb der Kircher kein Heil als junger Theologen
00:22:35: beschäftigt
00:22:36: und auch nachgezeichnet wie dieses Aktion nach und nach geöffnet wurde, hat dann aber nach dem Konzil auch darauf Wert gelegt dass das katholische Profil in seiner unterscheidenen Dimension wieder öffentlich zur Geltung gebracht hat.
00:22:51: Würdest du die Zeitschrift Communium mit Balthasar, mit dem hohen Begriff der Sendung in Verbindung bringen können?
00:22:59: Oder wirst du da zurückhaltend?
00:23:01: Nein, kann man durchaus so sagen.
00:23:07: es ging schlicht und einfach darum den Glauben zurückzuziehen zum Wort kommen zu lassen und zwar in einer reflektierten, in einer fundierten und sehr starken Glaubens.
00:23:33: In der Zeit in der Pilis in der Kirche und von vielen in der Kürfe radikal infrage gestellt wurde.
00:23:45: das ganz Wichtige was man bald gesagt hat geschrieben hat, ist eine Art Sympathie der christlichen Sicht des christlichen Glaubens.
00:24:06: Hat einen sehr bekennenden Charakter.
00:24:10: Es war und so wurde Kommunia auch verstanden, auch von denen die es abgelehnt haben.
00:24:16: Hier ist ein bekennende Theologie am Berg Und darum ging es tatsächlich.
00:24:27: Hier müssen wir jetzt den Blick auch über die deutschsprachige Edition hinaus lenken, denn sowohl für Balthasar als auch für Rapsinger war ein anderer französischer Theologe sehr wichtig – nämlich Henri de L'Ibac, der schon in und buch publiziert hat Katolicisme wo er gegen eine Verengung des Christentums auf eine individuelle Heilsaneignung, die sozialen Dimension des Dogmas der Kirche unter Rückgriff auf das Polyphone Zeugnis der Kirchenväter verdeutlichen will.
00:25:04: Und Dölibag ist für Balthasar wichtig gewesen aber auch für Ratzinger und
00:25:12: wohl
00:25:12: auch deshalb weil er das patristische
00:25:15: Erbe
00:25:18: einerseits gelehrte, andererseits aber auch brillante Weise in die Gegenwart eingebracht hat.
00:25:25: Hast du Delibang selber
00:25:26: noch kennenlernen können?
00:25:27: Ich habe ihn sehr viel gelesen.
00:25:32: ich hab ihn in meinem ganzen Themen nur einmal gesehen aber sehr oft gelesen und das war es für mich selber persönlich in meinem Weg.
00:25:45: sehr entscheidend war war der impuls den Dölmbach-Gesetzer nämlich das Ressourcement zurück zu den Quellen, zurück zu dem Kirchenvettern.
00:25:59: Das war meine Rettung, muss ich persönlich sagen, da war ich ein stolzer Zweiundzwanzig Jahre alt und ich glaube jetzt habe mich nicht verrechnet Damals selber in einer Krise.
00:26:19: kein Wunder, was man von der Theologie da serviert hat.
00:26:25: Dass wir in eine Glaubenskrise gekommen sind.
00:26:29: Da bin ich einem orthodoxen Mönch begegnet wird ein kleine Bocke vom Dominikanern damals im Frankreich, der uns über die Kirchenfelder gesprochen hat In einer Weise, wie wir es noch nie gehört hatten als etwas ganz Legendes, ganz Egenwärtiges die Stimme des frühen Christentums und natürlich sind wir sehr schnell am Hintergrund ab um den anderen die in seiner Linie gearbeitet haben Begegnet nämlich die Wiederentdeckung Der Lebendigkeit der Kirchenväter nicht archäologisch, nicht rein historisch sondern wie das ein Kirchenfater gesagt hat aus der Zeit da die Erde noch wahrnbar vom Blut Jesu.
00:27:36: Du selbst hast dich auch intensiv dann mit der Theologie des Kirchenväter insbesondere den christologischen Grundlagen der Ikone
00:27:45: Beschäftigt.
00:27:45: vor fünfzig Jahren ist das Buch über die Ikone Christi von Christoph Schönborn erschienen zunächst in França, dann auch auf Deutsch.
00:27:55: Du hast gerade erwähnt dass du auch im Doktorandenkreis von Ratzinger mitgewirkt hast.
00:28:01: was hast du für Erfahrungen mit Ratzingen als akademischen Lehrer als Berater Betreuer auch an der solchen Arbeit gemacht?
00:28:12: Ja er war ein ein wunderbarer Lehrer, ein wunderbares Begleiter für so viele Doktoranden.
00:28:23: Ich glaube er hat über sechzig auf seiner Jahre betreut begleitet und sehr viele von diesen Arbeiten
00:28:34: haben
00:28:34: sich im Geist von Henri de Nibac und dem Ressourcement aus der Väter Theologie aus der... ich würde es so sagen aus der Großen Tradition der Kirche.
00:28:47: Der Vater Kong hat immer gesagt, Tradition mit großen Tee oder Tradition im französischen Tee?
00:28:56: Das ist ein Unterschied.
00:28:57: die Traditionen.
00:28:59: Es gibt viele gute Tradition, manche auch schwächte aber es gibt die Traditions der Kirchen was tradiert ist das weitergegeben wird was den Glauben trägt und was der Glaube trägt durch die Jahrhunderte.
00:29:16: Das war das Faszinierende für uns in diesem kleinen Kreis.
00:29:21: Wir hatten das Gefühl, wir haben einen prädenten Weg aus dieser Krise heraus nicht archäologisch zu den Vätern zurückzukehren sondern aus der Rebelligkeit der Väter.
00:29:39: und natürlich ich habe meine beiden Dissertationen über patristische Themen geschrieben auch meinen Freundeskreis wurden dann auch sehr bald entdeckt.
00:29:53: Hansurs von Balthasar hat unseren Kreis entdeckt, hat auch ... also junge Leute so ganz wie wir sie halt gesucht haben.
00:30:09: Ich kann mich erinnern ich habe in Paris an einem Studentenkreis teilgenommen.
00:30:16: die sind zum Teil sehr berühmt geworden.
00:30:18: später der Rémi Braat und der Jean-Luc Marion, Mitglied der Akademie Française.
00:30:26: Der beide berühmte Philosophen geworden in Frankreich.
00:30:32: Da gab es diesen Studentenkreis an dem ich auch teilnehmen durfte.
00:30:38: Und bald sagt er eigentlich eine wunderbare Nase hatte, der hat das sehr schnell gespürt.
00:30:44: Die haben meine Zeitschrift herausgegeben, Resurrection auf Verstehung.
00:30:49: Und das waren eben dieser junge Kreis, die aus der Studentenrevolution heraus einen anderen Weg gesucht haben.
00:31:03: Um den gefunden haben und bald das haben hat diesen Kreis sich herangeholt und mit ihnen hatte er die französische Ausgabe der Kommune begonnen.
00:31:17: Jean-Luc-Marieau hat mir mal in Paris erzählt, dass dieser Kreis einen ganz wichtigen Theologen in Griechisch gelesen hat.
00:31:27: Nämlich Maximus Confessor.
00:31:29: Jetzt muss ich alle die nicht so theologisch interessiert sind um Entschuldigung bitten aber ich muss den Kardinal einmal auch als Dogmatiker direkt ins Visier nehmen.
00:31:39: Denn MaximusConfessor ist für die Kommuniotradition Insofern wichtig, als Hans-Urs.
00:31:45: von Balthasar in einem bis heute klassischen Buch mit dem Titel Kosmische Liturgie diesen vielleicht größten, nehmen Orige des größten Kirchenvaters des Westens wiederentdeckt hat.
00:32:01: und hier geht es eben auch um die Frage der Freiheit des Willens ob Jesus ihn gehabt oder nicht gehabt hat.
00:32:12: Das ist deshalb eine wichtige Frage, weil
00:32:16: vermieden
00:32:17: wird Automatismen zu denken.
00:32:21: Vorher war auf dem Konzil von KC und definiert worden Jesus Christus ist eine Person in zwei Natur.
00:32:28: Er ist ganz Mensch und ganz Gott.
00:32:31: Nach dem Konzil gab es um das grob zu sagen Eine Strömung die gesagt hat wir können es aber nicht vorstellen dass Jesus auch einen menschlichen Willen gehabt hat wie wir, denn hätte er einen dann wäre es bestimmt zu einem Willenskonflikt.
00:32:47: Zu einer inneren Opposition gekommen.
00:32:49: ja der Erlöser hätte möglicherweise sogar sündigen können.
00:32:53: die Lösung war Wir streichen den menschliche Willen.
00:32:57: Maximus Confessor hat dann gesagt eine integrale Christologie die auf dem Boden von KC not steht muss den menschenlichen willen würdigen muss ihn verteidigen.
00:33:10: Warum ist die Verteidigung, ich setze meine Frage, des menschlichen Willens Jesu
00:33:15: für
00:33:16: die Sotriologie so wichtig?
00:33:19: Für die Deutung das geht seh man
00:33:20: hier geschehen es so wichtig.
00:33:24: Es ist die ganz einfache Frage hat Jesus uns als Mensch erlöst nicht nur mit der Kraft seiner Gottheit sondern auch mit seinen Ganzen.
00:33:42: Will hat er noch anders gesagt, hat er wie das Konzin der Zweites Artikano in einer wunderbaren Formulierung sagt Mit einem menschlichen Verstand habe gedacht, mit einem menschwischen Willen hatte gewollt, mit einen menschlichem Herzen hat er geliebt.
00:34:05: Das hat Maximus in aller Deutlichkeit gesehen war Ein großer Theologian, ein großer Denker aber auch ein großer Mystiker.
00:34:18: Und er hat gesehen wenn Jesus mich mit seinem menschlichen Herzen geliebt hat dann ist die Erlösung nicht geschehen.
00:34:31: denn was nicht wie die Kirchenpferde sagen was
00:34:35: nicht angenommen
00:34:36: ist in der Menscheneritung ist doch nicht erlöst.
00:34:40: Wenn er nicht unser Mensch sein Also auch unseren Menschen, die ihn angenommen haben sind wir nicht erlöst.
00:34:49: Dieser Konflikt hat dem Maximus in seinen späten Jahren schon in meinem jugendlichen Alter über achtzig und ist so missandert worden von den kaiserlichen Vertretern das er
00:35:08: dann daran gestorben ist.
00:35:09: Man hat ihm die Zuge herausgeschwitzt
00:35:12: Arme, die man beschrieben hat abgehackt und so ist er dann ellen gestorben.
00:35:20: Aber das hatte Walter sah sehr früh schon in den vierziger Jahren gesehen.
00:35:30: Maximus Confessor ist beschlüsselgestalt für eine ganzheitliche Sicht Jesu, die dann in der Herzensmüstig-Herz Jesu verehrung ihren Ausdruck gefunden hat, auch bei uns im Westen.
00:35:49: Jesus hat mich nicht mit seinem menschlichen Herz.
00:35:53: Im zweiten eucharistischen Hochgebet sagen wir ausdrücklich... ...aus freien Willen!
00:36:05: Das war dieser Orthodoxer Mönch, er hat uns entzündet für Maximus.
00:36:12: Wir haben dann natürlich bald das auch gelesen aber vor allem Maximus selber uns hinein gekniet in diese schwierigen, aber wunderbaren Texte.
00:36:25: Und das war schön!
00:36:26: Ja
00:36:27: und vor allem ist auch interessant dass hier am Ende der griechischen Kirchenväter-Epoche die Griechische Ontologie aufgesprengt wird hin auf ein Freiheitsdenken das dann im gewissen Sinne sich in der Moderne auch Anschlusspotenziale bietet.
00:36:44: also Walter sei hat eine vierbändige Theodramatik verfasst, wo er das Zusammenspiel von göttlicher und menschlicher Freiheit im Sinne einer dramatischen Interaktion interpretiert hat.
00:36:55: Und hier spielt wiederum ja Maximus eine große Rolle.
00:37:01: soweit vielleicht mal diese etwas spezielle Exkurs in die Gefilde der Theologie.
00:37:07: jetzt wieder ne ganz konkrete Frage zu Josef Ratzinger.
00:37:12: Er ist dann zunächst Erzbischof von München, dann perfekt der Glaubenskongregation unter dem Portifikat von Johannes Paul II.
00:37:21: geworden und hat den Katichismus der katholischen Kirche letztverantwortlich im Auftrag des Papstes koordiniert.
00:37:35: du warst in dieser Arbeit ganz eng mit involviert.
00:37:40: Wie hast du ihn als Koordinator dieser Arbeiten und vielleicht auch... ...als Kirchen Theologen?
00:37:46: Das ist ja was ganz Besonderes, ein Kategismus gewissermaßen zu verfassen.
00:37:51: Geht es nicht darum,
00:37:53: theologische
00:37:53: Spezialgedanken einer gelernten Öffentlichkeit zu präsentieren sondern... Genau!
00:38:01: Man darf das Hafen also nicht dieses hier, sondern man sollte es so raus erhaften.
00:38:07: Genau, vielleicht kannst Du dazu
00:38:12: In der Nachkonsilierung seit zwanzig Jahre nach dem Konzil, da hat eine Synode stattgefunden.
00:38:22: Da ging es um das Thema Communio als schlüssende Griff für das Verständnis, dass wir Communio... Was
00:38:33: heißt dieses
00:38:34: Wort?
00:38:35: Ich durfte damals als Theologe mitarbeiten.
00:38:39: Walter Casper war der führende Theologe, Katina Ratzinger war natürlich auch sehr massgebend.
00:38:49: Während
00:38:50: dieser Synode haben einige Synodenväter gesagt wir brauchen einen Kartikismus des zweiten vertikatischen Konzins um etwas zu vermitteln was in der nachkonsolierten Theologie oft und wie es heute oft durcheinander gemacht wird.
00:39:14: Nämlich die ganz einfache Unterscheidung, was ist Lehre der Kirche?
00:39:21: Und was ist theologische Reflexion über die Lehre von Kirchen?
00:39:26: Ich habe das oft feststellen müssen dass auch in der Theologie wenig gelehrt wird.
00:39:35: Die Lehre ist die Basis für die Theologie.
00:39:43: So wie in den Naturwissenschaften es die Aktion mehr gibt, die die Basi sind bis in der Logik die Action mehr gibt.
00:39:50: Es ist das nicht hinterfragbarer sondern vorgegebenem Grundlage jeder Wissenschaft so hat auch die Theorie die Grundlage dem Glauben.
00:40:04: Theologie ist Reflexion über den Glaubn.
00:40:09: Und einige Synodenväter haben damals gesagt, in dieser Nachkonsiliarung diese Zeit brauchen wir eine systematische Darstellung der katholischen
00:40:24: Lehre.
00:40:25: Vor allem im Blick auf das zweite Baselkanum aber nie losgelöst von der großen Gesamttradition der Kirche.
00:40:36: und da muss ich noch etwas einfügen, was ganz in die Gegend nach geht?
00:40:42: Synodalität.
00:40:46: Es gibt im Deutschland den Synodalen Vorgang.
00:40:49: Es gab die beiden großen Sitzungen der Synode in Roch über das Thema Synodallität.
00:41:00: Ich habe am Beiden teilgenommen und habe in der ersten Sitzung der Synodale Mir fehlt ein Begriff hier.
00:41:15: Synodalität wird nur Synchrom verstanden, in den ganzen vorbereiteten Texten.
00:41:24: Synchro das heißt Synodallität jetzt.
00:41:27: So wie wir hier einen Synodus sind als zusammengekommen.
00:41:31: Sie sind zusammengekommt jetzt!
00:41:35: Aber der Glaube der Kirche ist ja nie nur der Glabe von uns jetzt sondern es ist immer der Glaub der ganzen Kirche.
00:41:44: Und deshalb hat Synodalität auch eine tierkrone Dimension, also durch die Zeit nicht nur in der Regenbar.
00:41:54: beide Dimension und muss das sagen ist schon ein Thema das angetragen werden muss.
00:42:03: es ist oft in den beiden Sitzungen dass Synode die tierkone Dimension des Synodalfitäts fast nicht zur Sprache gekommen.
00:42:15: Was ich für gravierend halte, für schwerwiegend?
00:42:18: Denn was meine Großeltern, meine Vorfahren vor tausend Jahren geglaubt haben ist in der Substanz das selbe Glaube mit dem wir heute leben.
00:42:35: Der Ausdruck hat sich entwickelt und sich auch zum Teil verändert aber
00:42:40: die Substanz ist dieselben geblieben.
00:42:44: Die Apostel, die Märtyler des frühen Christendungs, die großen Heiligen der christlichen Geschichte haben den sehnten Glauben gehabt.
00:42:55: Und das war deutlich zu spüren in der Synode von fünfundachzig.
00:43:00: Wir müssen zu einem Ausdruck finden wer das zusammenfasst was Beglaubeterkirch ist und da muss man durchaus das Wort Verzeihung wenn ich das gebrauche von einer gewissen Unveränderlichkeit des Glaubens.
00:43:20: Amts-Johannes, der
00:43:21: XXIII.,
00:43:23: hat in der Zusammenrufung des zweiten vatikanischen Konzins ganz klar gesagt die unveränderliches Substanz des Glaubs in den veränderten Situationen der Zeit und das war das Anliegen des Kategismus.
00:43:44: Papst Johannes Paul II.
00:43:45: hat dann Kardinal Rapsinger beauftragt mit einer Konvision von elf anderen Kardinellen Bischöfen einmal das Werk anzufangen, er hat dann ein Jahr später gefunden es braucht auch einen Sekretär der die Redaktionsarbeit koordiniert und hat mich dazu ausgewählt was mich zuerst mit großen Schrecken erfüllt hat, aber im Endeffekt muss ich sagen es waren die spannendsten fünf Jahre meines Lebens.
00:44:21: Ich glaube, bis diese jahre ist das Werk vollendet gewesen.
00:44:31: Es haben viele daran mitgearbeitet auch bedeutende Theologen, Weise schützengehand drüber gehalten und es ist glaube ich gelungen in diesem Berg eine Synthese, eine Zusammenfassung dessen zu bieten was die Lehre der Kirche ist.
00:45:00: Und das war natürlich auch ein Anliegen aus der Unsicherheit danach konzentrieren Zeit herauszufinden einem
00:45:17: In einer polizentrischen Weltkirche eine gemeinsame Grundlage für alle Regionen innerhalb der Kirche zu haben.
00:45:25: Das war das Anliegen und die von dir angesprochenen Diakrone-Dimension ist in dem Werk.
00:45:31: Es sind biblische, patristische, liturgische Quellen schöne kirchenferter Zitate also man kann reichhaltig daraus schöpfen.
00:45:40: Jetzt hast du aber schon ein Grundlangenproblem angesprochen.
00:45:43: Der Glaube ist in gewisser Hinsicht unveränderlich, er ist derselbe.
00:45:48: die Zeiten aber ändern sich und hier kommt jetzt ein Problem ins Spiel das auch den Begriff der Kommunio- und der Kommunikation über Kommunio tangiert.
00:45:59: Kardinal Ratzinger war im Auftrag von Johannes Paul II.
00:46:03: auch mit dem Gesprächen des schon erwähnten Masselle Fävre.
00:46:09: Also er hat versucht die Traditionalisten davon zu überzeugen, dass Überlieferung auch lebendig ist.
00:46:17: Dass das selbe
00:46:18: unter
00:46:19: anderen Bedingungen vielleicht etwas anders gesagt werden muss damit es dasselbe bleiben kann.
00:46:25: Aber diese Gespräche sind letztlich wie wir wissen... ...sechsten, siebzig und dann achten, achtzig gescheitert.
00:46:32: Und beim Vorgespräch hast du gesagt, dass Ratzinger das direkt in einem Schülerkeistreffen berichtet habe, wie diese Dispute mit Erzbischof Lefevre verlaufen
00:46:43: sind.
00:46:44: Da das ein aktuelles Thema ist am ersten Juli wollen die Pius Brüder erneut gegen päpstliches Votum Bischöfe weilen und die Gefahr eines schismatischen Aktes ist virulent.
00:47:00: Deswegen ist es eine wichtige Frage.
00:47:07: Das Bemühen von den Eratzinger im Gespräch mit Herzbischöpfler Pfeffer und seinem Kreis zu bleiben war ganz offensichtlich, weil aus der Erfahrung der Kirche heraus alles zu tun ist um die Einheit zu wahren.
00:47:30: Denn ein Bruch der Einheit in Schießmar, das haben wir oft genug im Christendom erredet und darunter leiden wir bis heute.
00:47:42: Wenn das einmal geschehen ist, ist es sehr schwer zurückzukommen.
00:47:47: Das sehen wir bei der Reformation.
00:47:49: Da sind wir beim frühen christlichen Trennungen zwischen Altorien behalten, Autodoxen, in verschiedenen Sektionen behalten Kirchen.
00:48:03: Wenn dies mal gescheht ist, dann ist es wieder sehr schwer zu kommen.
00:48:10: Kardinal Ratzinger in einer wirklich heroischen Weise geworben, um einen zu sagen bleiben, dass
00:48:23: es nicht zum Druck kommt.
00:48:24: Und er hat
00:48:25: uns im Schülerkreis, wir hatten jedes Jahr im Sommer ein Treffen seit der Erzbischof von München geworden war damit man weiterhin Kontakt mit dem Meistern und dem Lehrer haben kann war, weil immer diese Sommertreffen etwas besonders Schönes.
00:48:43: Und in einem hat er immer gesehen, kam gerade von Rom, von den
00:48:50: langen
00:48:51: Gesprächen die er und sein Digastären mit den Löffelbrianern also mit dem Traditionaristen geführt haben.
00:49:02: Wer dazählt es ist schließlich gelungen einen gemeinsamen Text Versöhnungsdecks zu formulieren.
00:49:13: Erzbischöpfle Fehrer kam
00:49:16: zur Unterschrift
00:49:18: in der Glaubenskommunikation, hat
00:49:23: unterschrieben,
00:49:25: hat, so sagte Karina Ratzinger gesagt, das ist der glücklichste Karten eines Lebens.
00:49:32: Dann ist er nach Hause gefahren an einer Albano, wo sie ihr Haus hatten und am nächsten Morgen kam ein Bote mit mit einem Brief von der Feder, er zieht die Unterschrift zurück.
00:49:49: Da haben so drei dieser vier Bischöfe... Als Barbstapf habe es Benedikt immer noch versucht Brücken zu bauen.
00:50:01: auch Franziskus hat das gemacht.
00:50:03: Franziskuss hat zum Beispiel die Gültigkeit der Eheassistenz vom Priester des traditionalisten genehmigt Die Beichte, also es sehr weitgehend in einen Engel gekommen.
00:50:21: Ich fürchte jetzt wird wieder so sein.
00:50:25: und warum das so ist?
00:50:29: Das bleibt ein Mysterium, warum es immer wieder in der Kirche zu spalten.
00:50:38: Wahrscheinlich, wahrscheinlich will Gott uns zeigen dass er die Einheit ist unsere noch so gut dass sie einzeln hat Jesus den Vater gebeten, die das auch nicht zum letzten Bruch kommt.
00:51:13: Aber die Zeichen sind nicht der Fall.
00:51:15: wieder menschlich gesehen ist es ziemlich
00:51:20: ausleglos.".
00:51:22: Ja also die Pius Buddha schafft ja im vierzehnten Mai nochmal eine Glaubenserklärung an die Adresse von Papst Leo dem Vierzehnte verfasst.
00:51:34: hier ist die hartnäckige Verweigerungshaltung gegenüber zentralen Reformen des Konzils klar zum Ausdruck gebracht.
00:51:43: Im Vorfeld hat Kardinal Fernandez schon deutlich gemacht, wenn sie tatsächlich wieder Willen des Papstes am ersten Juli in Ekron Bischöfe weihen ziehen Sie sich automatisch die Exkommunikation zu und es wird ein schismatischer Akt auch festgestellt werden.
00:52:01: Es müsste tatsächlich ein Wunder des heiligen Geistes geschehen
00:52:05: um
00:52:06: das jetzt noch abzuwenden.
00:52:09: Aber vielleicht
00:52:10: noch eine Frage, du hast es gesagt dass Benedikt auch als Papst den Traditionalisten sehr weit entgegen gegangen ist.
00:52:16: Er hat ja mit so Morum Pontifikum gewissermaßen die These vertreten Es gibt einen römischen Ritus in zwei Formen der außerordentlichen und ordentlichen.
00:52:26: Das war ein deutliches Angebot was von deutschsprachigen Liturgiewissenschaftlern scharf kritisiert wurde als Verrat am Konzil.
00:52:34: In den letzten Jahren hat er die vier traditionellistischen Bischöfe gewissermaßen, also von ihrer Exkommunikation befreit in der Hoffnung dass daraufhin dann auch die Lehrgespräche, die eben die Komene, den interreligiösen Dialog, die Religions- und Gewissensfreiheit betreffen.
00:52:53: Also das da Bewegung hineinkommt.
00:52:55: Du warst damals glaube ich auch mit in der Gruppe derer die diese Gespräche in Verbindung mit dem mit der Kongregation für die Glaubenslehre unter Kardinal Evada, Kardinal Müller geführt haben.
00:53:08: Warum ist es eigentlich im Nachgang zu diesem doch sehr weiten Entgegenkommen von Papst Benediktor nicht so eine Annäherung in diesen doktrinalen Fragen?
00:53:21: Das sage ich jetzt ganz primitiv.
00:53:25: Warum gelingt es mich, eine Ehe zu reparieren?
00:53:35: Ist es, dass die eine Seite Stur ist und andere
00:53:38: unten melden?
00:53:39: Meistens ist das komplexer.
00:53:44: Die Frage der Religionsfreiheit, die für Wörtherzbischof Wörherr so eine Schlüsselfrage war, ist tatsächlich eine ganz schwierige und sie wird im Moment wieder diskutiert in gewissen Kreisen, die man integralistischen Kreise nennt.
00:54:06: Die Integralismus der zurückkommt zu Thesen, die im Jahrhunderts erstatt vertreten worden sind von der absoluten Inakzeptabilität also nicht annehmbarkeit der Religionsfreiheit als wäre Religions Freiheit eben die preisgabe des Anspruchs auf Wahrheit.
00:54:31: Aber dazu hat das zweite Matikamum ja ausgiebig und sehr präzis die katholische Position dargestellt, dass es das Recht auf Irrtum in dem Sinne noch gibt, dass Gott den Menschen die Freiheit gegeben hat.
00:54:59: was nichts ändert daran, dass die Wahrheit ist.
00:55:05: Aber ich führte da Spielelemente mit herein, die nicht wesentlich aus der Mitte des Glaubens kommen, sondern aus gesellschaftlichen politischen emotionalen Empfindlichkeiten bis hin auch zu der Versuchung, die wir alle kennen.
00:55:37: Zu glauben, wir sind die Richtigen und die anderen sind die Falschen.
00:55:43: Und ich erlebe es in Wien – das ist den Präferianern und den Traditionaristen gelungen – die zweitgrößte gotische Kirche von Wien in einem Akt, den ich nicht kommentieren möchte in ihren Besitz
00:56:01: zu bekommen.
00:56:02: Die minoriten Kirche mitten
00:56:04: im Herzen von Wien, die große botische Minoritenkirche gehört plötzlich eines Tages den
00:56:13: Löffel Frianen
00:56:15: und wir mussten unrechtlich zuschauen dass eine bedeutende katholische Kirche vom Wien der legal aber so ein Ungliedenerum ihr Besitz geworden ist.
00:56:31: Und mitten im Herzen von Wien führen sie ein sehr intensives Kirchenleben
00:56:40: und wir haben
00:56:41: also mitten in Wien auch diese Kirchenspaltung sichtbar, ja?
00:56:48: Ich habe den Priessern... ich bin ihnen zweimal begegnet, Sie sind zu mir gekommen!
00:56:57: Was Paulus gesagt hat, dumm Christus-Predizierter.
00:57:02: Wenn nur Christus verkündigt wird, wenn ja Christus verkündet, wenn er das Evangelium verkündet und den Glauben verkündelt, möge es sein wie es ist.
00:57:18: Wir leben damit dass es diese Spaltung gibt aber möge Christus.
00:57:29: Wir müssen langsam mit unserem Gespräch in die Schlusskurve kommen.
00:57:32: Ich würde abschließend gerne darauf, wir sind hier in eine Benediktinerkloster, wo Liturgie, Kultur und Kunst
00:57:41: – die Schönheit
00:57:42: des Glaubens – einfach spürbar erlebbar ist diese Dimension der Zeitschaft Kommune auch ansprechen wollen.
00:57:51: Sie ist auf der einen Seite ein Organ dass die zentralen Themen des Glaubens immer wieder ins Gespräch bringen.
00:57:58: Sie ist aber auf der anderen Seite auch von Balthasard seiner Musikalität und literarischen Belesenheit hier ein Organ, das versucht ja das Gespräch mit zeitgenössischen kulturellen Entwicklungen zu führen.
00:58:14: Wo
00:58:14: würdest du hier Desiderate sehen?
00:58:17: Was würdest Du der Redaktion der Herausgeberschaft empfehlen für die Nächsten Jage.
00:58:25: Also ich melde ein Dessertat an, ich möchte deutlich mehr Zeit haben um diese hervorragenden Beiträge in den Perspektiven immer alle lesen zu können.
00:58:45: Ich finde es so erfrischend dass es neben dem Zentralthema jedes Hälfte, immer diese Perspektiven gibt die voller Überraschungen sind und
00:59:00: die
00:59:01: Zeitschrift auch sehr lebendig machen.
00:59:06: Ich habe da jetzt gar keine großen Inspirationen aber Literatur Musik kulturelle Fragen auch kontroverse Fragen.
00:59:21: ich finde das gestönt er sich.
00:59:29: Das ist würdig und recht.
00:59:33: Der Witz ist, dass Ratzinger mal gesagt hat selbst wenn es mit Theologie und Kirche ziemlich düster aussieht Es gibt zwei Dimensionen die nicht düster sind sondern immer leuchtend sind.
00:59:44: Einerseits das Zeugnis der Märttürer und Heiligen das ist die wahre Apologie Und die Präsenz des christlichen in der Kunst, der Musik und der Kultur.
00:59:57: Und insofern versuchen wir da einfach die Augen immer neu zu öffnen – die Ohren
01:00:03: ja!
01:00:04: Und das
01:00:05: als Kommunio... Da wir hier
01:00:08: die
01:00:09: günstige Situation haben dass Akteure der Kommunion
01:00:13: in
01:00:13: Kommunikation mit Leserinnen und Lesern treten können auch in den kommenden beiden Tagen sind wir, sage ich jetzt einfach mal auch
01:00:22: dankbar
01:00:22: für Anregungen und Verwässerungsvorschläge.
01:00:26: Für Themen die vielleicht in der Luft liegen und von uns noch nicht gesehen wurden.
01:00:31: Denn das
01:00:32: war auch
01:00:32: ursprünglich Intention der Gründungsherderausgeber nicht nur Zeinschriften zu produzieren und der Leserschaft vorzulegen
01:00:41: sondern
01:00:42: auch Kommuniolesizirke zu gründen Die dann wieder
01:00:47: Rückmeldung an
01:00:49: die Redaktion der Ausgeberschaft geht.
01:00:51: Das ist im deutschsprachigen Raum bislang nicht wirklich gelungen, hat auch Papst Benedikt mir brieflich mal zum Mitgeteid.
01:00:58: aber
01:00:58: diese Kommunioakademie ist eben jetzt eine solche Gelegenheit den Austausch zu pflegen und ich lade Sie herzlich ein auf uns auch zuzukommen.
01:01:08: Jetzt lade ich Dich ein das Schlusswort
01:01:11: zu sprechen.
01:01:20: Ich kann nur eines als Schlusswort sagen, das Thema Freude.
01:01:32: Freude am Glauben, Inhalt an der Verbändigkeit.
01:01:43: Die Zeitschrift ist wenig polemisch.
01:01:47: Ich glaube es ist ganz wichtig und steht um nicht dass was man das gehört auch dazu.
01:02:10: Und ich sage das eben wie Saint-François de Sar gesagt hat, der große Tischof und Heilige.
01:02:24: Man fängt mehr fliegend mit einem Tropfen Honig als mit einem ganzen Fassessen.
01:02:32: Und die Zeitschrift Kommunia und die ganze Kommuniofamilie ist der Versuch diesen Tropfenhonig dieses Deutsche ... Süße im guten Sinn des Wortes, das Glaubensspürer zu machen.
01:02:56: Die Schönheit und die Freude, dass das jetzt in vierundzwanzig Jahre, sondern vierundfünfzig Jahre schon doch so an wird als jetzt.
01:03:13: den jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kommunikation zur Freude.
01:03:40: Anregende Gespräche aus Theologie,
01:03:42: Kultur
01:03:43: und Gesellschaft.
01:03:46: Der Podcast der katholischen Zeitschrift Kommunio.
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